«Der geschichtliche Jesus Christus ist die Kontinuität unserer Geschichte. Weil aber Jesus Christus der verheissene Messias des israelitisch- jüdischen Volkes war, darum geht die Reihe unserer Väter hinter die Erscheinung Jesu Christi zurück in das Volk Israel. Die abendländische Geschichte ist nach Gottes Willen mit dem Volk Israel unlöslich verbunden. Eine Verstossung der Juden aus dem Abendland muss die Verstossung Christi nach sich ziehen; denn Jesus Christus war Jude.»

Dietrich Bonhoeffer, Ethik, DBW Band 6, Seite 94 f

Wofür setzt wir uns ein?

Die Gemeindehilfe Israel (GHI) will die messianischen Gemeinden in Israel und deren Mitglieder in ihrer Entwicklung stärken. Die messianische Bewegung ist eine jüdische Form des Christentums bzw. eine christliche Form des Judentums. Heute kann ein beträchtliches Wachstum dieser jüdisch – christlich Gemeinden beobachtet werden. Nach konservativen Schätzungen wird mit etwa 30’000 bis 50’000 messianischen Juden gerechnet. Es sind mehr als 300 Gemeinden entstanden.

Ungefähr die Hälfte der Juden lebt wieder in Israel, dem Land ihrer Vorfahren, die andere Hälfte wohnt unter den Nationen. Es ist für uns Christen ein Zeichen der Zeit, das wir beachten sollten.

Noch ist diese messianische Bewegung eine kleine Minderheit im Land. Viele Gemeindemitglieder leben an der Armutsgrenze und sind auf unsere Unterstützung angewiesen.

GHI – Gemeindehilfe Israel ist ein Werk, das sich mit ganzer Kraft, Hingabe und Professionalität der Aufgabe annimmt, die messianischen Gemeinden in Israel durch Gebet, Begleitung und Finanzen zu unterstützen.

Fokus Schweiz

Die Gemeindehilfe Israel freut sich am wachsenden Interessen an der Verbindung zwischen Israel und der Schweiz. Sechs Mal pro Jahr publiziert GHI einen informativen Rundbrief. Darin wird aus den Arbeitsbereichen berichtet. Sind Sie interessiert am neuen Rundbrief, dann können Sie sich hier anmelden.

Mit jährlichen Seminar- und Begegnungstagen werden Themen rund um Israel und die messianische Bewegung vertieft. Gemeinsam lernen wir mehr über die jüdischen Wurzeln unseres Glaubens. Zudem werden in der Begegnung mit messianischen Juden Vorurteile abgebaut und der oft einseitigen Berichterstattung zum Thema Israel wichtige Informationen entgegen gesetzt. GHI berät auch Gemeinden in Israelfragen.

Durch die Verbreitung von Büchern und Schriften gemeinsam  mit dem Echad Verlag setzt sich die GHI dafür ein, dass Fragen rund um Israel differenziert beleuchtet werden. Die hebräische Denkweise überrascht den Leser nicht selten und schenkt ihm eine neue Perspektive auf biblische Themen. Mit einer verständlichen Sprache  fördert die GHI eine wohlwollende und fachkundige Diskussion im Kontext von Israel und den biblischen Schriften.

Der GHI ist eine nuancierte Auseinandaersetzung rund im Israel und die messianische Bewegung wichtig. Darum unterstützt sie die Öffentlichkeitsarbeit der Israelwerke Schweiz.

Die GHI ist als Verein organisiert und unter dem Namen Aide aux Communautés messianiques d’Israel (ACMI) auch in der Romandie tätig. GHI ist seit 1982 tätig, führt Bewährtes weiter, initiiert immer wieder Neues und informiert transparent: ein Verein, der mit grossem Vertrauen und dem Goodwill seiner Mitglieder und Freunde rechnen darf.

GHI ist aktives Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Israelwerke Schweiz (IWS).

Fokus Israel

Zusammen mit unseren Partnern in Israel unterstützt die GHI den messianischen Leib. Gegenwärtig sind vier Arbeitsbereiche entstanden:

  1. Hilfswerk Keren Ruchama
  2. Arbeit mit Holocaust – Überlebende
  3. Ausbildungsprogramm „Sei stak und mutig!“
  4. Familienpatenschaften

GHI versorgt Keren Ruchama als Partnerorganisation vor Ort mit Mitteln. Keren Ruchama verteilt diese gezielt an bedürftige Personen und Familien in messianischen Gemeinden. Die Zusammenarbeit und die persönliche Beziehung mit Benjamin und Ruben Berger und ihrer Gemeinde in Jerusalem waren Ausgangspunkt der Gemeindehilfe Israel und bestehen weiter. Das Hilfswerk Keren Ruchama entstand in dieser Gründungszeit.

Die Unterstützung von Holocaust–Überlebenden besteht seit längerem und wird noch intensiviert, denn viele von ihnen sind arm und einsam, und ihre Zahl nimmt rasch ab. GHI möchte dieses Werk der Liebe und der Solidarität tun, solange sie als wichtige Zeitzeugen noch unter uns leben. Die Arbeit wird von Israel Roytmann geleitet, der auch Teil der messianischen Gemeinde in Jerusalem ist.

Neuere Arbeitsbereiche sind das Ausbildungsprogramm „Sei stark und mutig!“ und die Familienpatenschaften. Das Ausbildungsprogramm ist eine Hilfe zur Selbsthilfe. Duch eine enge Begleitung werden Menschen in einer neuen Ausbildung gefördert. Sie erarbeiten sich dadurch eine neue Lebensexistenz.

Die Familienpatenschaften stärken messianische Familien, welche in einer schwierigen Lage oder Notsituation sind.

Der Verein Gemeindehilfe Israel unterstützt und leitet mehrere Projekte in Israel. Neben der Unterstützung von messianischen Gemeinden und deren Mitgliedern, gibt es ein Projekt mit Familien und ein Ausbildungsprogramm für Menschen in Not. Ziel ist es, Hilfe zur Selbsthilfe, zu leisten.

Alle zwei Monate versendet der Verein einen Rundbrief. Dieser gibt Einblick in die verschiedenen Tätigkeitsbereiche.